Experience - Die Suche nach dem verborgenen Glück #1

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Kapitel 1 – Azalon

Wir schreiben das Jahr 800 n Chr. Die Welt in der unsere Geschichte spielt ist nicht von Reichtum überhäuft und man kann auch nicht behaupten, dass hier große Krieger leben oder gar Helden. Doch eines lässt sich über das Königreich Azalon sagen. Es ist eine Gemeinschaft. Hier arbeitet jeder für jeden. Sie sind nicht die Hellsten oder die Stärksten, aber zusammen sind sie unschlagbar. Ob es nun der Bäcker ist, der jeden Tag aufs Neue frisches Brot für alle backt, die es morgens zur Stärkung benötigen oder ob es der Bauer ist, der für frische Milch, Eier oder Getreide sorgt, indem er seine Tiere und Felder jeden Tag mit sehr viel Mühe und Liebe pflegt. Mag sein, dass es viele Leute für besonders kitschig halten oder es für ein Zeichen der Schwäche halten wenn man sich gegenseitig unterstützt, aber etwas Derartiges interessiert sie nicht. Sie sind durch und durch glücklich.

Natürlich haben sie auch einen König. Ihr geliebter König Remlodin. Er ist ein warmherziger und guter Mann. Er ließ Schlafplätze in seinem Schloss einrichten, für diejenigen die keine Bleibe haben und sorgte dafür, dass sie etwas zu essen bekamen. Steuern kannte er nicht. Er verlangte nichts von seinem Volk, sondern kümmerte sich um es. Trotzdem hatte er genug Geld, da seine Beliebtheit dafür sorgte, dass ihm die Dorfbewohner freiwillig ihr Geld spendeten, damit er jedes Jahr Feste veranstalten konnte, Gaukler kommen lassen konnte um sein Volk zu belustigen oder einen Zirkus engagieren konnte. Jeden Morgen spazierte er fröhlich über den Markt und begrüßte seine Untertanen als wäre er selbst einer von ihnen.

Sein Sohn jedoch, Remodius, war kein besonders beliebter Mann. Er sonnte sich nur in dem Reichtum seines Vaters, bespuckte all diejenigen, die für ihn minderwertig waren und kaufte sich ständig luxuriöse Gegenstände wie Diamanten besetzte Ringe, Ketten, mit Edelsteinen besetzte Kleidungsstücke und vieles mehr. Ihm lag das Wohl unseres Volkes in keinster Weise am Herzen. Aus diesem Grund wurde er von ihnen durch und durch gehasst. Sein Vater versuchte immer wieder mit ihm zu reden, doch leider vergeblich. Seine Antwort war immer die gleiche: „Du schwacher alter Mann, zeige Rückgrat und verhalte dich endlich wie ein König!“. Der König liebte seinen Sohn jedoch viel zu sehr um ihn fort zuschicken. Er sah noch das gute ihn ihm und wollte ihn nicht aufgeben. Doch man sah, dass ihr König zunehmend an seinem Sohn litt und es sehr an seinen Nerven zehrte und trotzdem lief er wie immer seinen gewohnten Morgenspaziergang durch den Markt.

Doch eines Morgens, kam er nicht. Am nächsten Morgen wieder nicht. Nach einer Woche Getuschel und allerlei Gerüchte, er sei von uns gegangen oder er sei krank oder zu depressiv durch die Belastung seines Sohnes, kam dieser auf dem Balkon des Schlosses hervor und verkündete: „Mein Vater ist fort! Er hinterließ nichts. Aus diesem Grund werde nun ich, König Remodius, euch Bauerntölpel regieren. Dies bedeutet, jeder von euch hat ab sofort 3 Silbertaler pro Woche zu zahlen! Wer nicht zahlen kann wird seine Strafe abarbeiten oder eingesperrt! Wer ein Problem damit hat, soll zu mir in den Thronsaal kommen! Ende der Ansprache!“. Auf dem Marktplatz trat Stille ein. Jeder war zutiefst geschockt und verärgert, doch niemand traute sich zu protestieren da sie wussten ihnen drohte der Tod. Und so blieb ihnen nichts anderes übrig als die Forderungen des neuen Königs zu erfüllen und die Steuern zu zahlen. Es dauerte nicht lange und die Wachen liefen durch die Stadt und trieben die Steuern ein. Auf brutalste Weise, knüpften sie den Dorfbewohnern die letzten Münzen ab, die sie noch hatten. Armut kehrte ein und das einst so glückliche Königreich Azalon wurde zu einem Schauplatz der Trauer.

Kapitel 2 – Die neue Hoffnung

Dann kam eines Morgens dieser Reisende, ein Zwerg, den man nie zuvor in unserem Königreich gesehen hatte. Niemand kannte auch nur seinen Namen geschweige denn seine Herkunft. Er war für einen Zwerg recht groß, bestimmt 1,70m, und hatte langes, zu einem Zopf gebundenes, haselnussbraunes Haar. Einen Bart trug er nicht. Ungewöhnlich für einen Zwerg. Sein Schwert trug er auf dem Rücken. Es war eine breite Klinge und an dem Griff war ein Wolfskopf angebracht. Er trug ein Kettenhemd, welches sehr mitgenommen aussah und eine schlichte Lederhose und Lederstiefel. Er sah nicht wie einer der großen Zwergen Krieger aus, von denen die Dorfbewohnern immer in den Geschichten erzählen. Er schaute sich in dem Dorf um und ging dann zielgerichtet in unsere Schenke. Der Wirt Malaos, der im ganzen Dorf für seine günstigen Preise und seine freundliche Bedienung und für seine gesellige Art bekannt war begrüßte den Fremden mit seiner herzlichen Art und fragte ihn nach seinem Namen. Der Zwerg antwortete mit: „Man nennt mich Bartok, Bartok der Stürmische“.

Malaos war verwundert über den Spitznamen, blieb aber freundlich und sagte: „Seit gegrüßt Bartok. Wie kann ich euch dienen?“. „Ich brauche eine Bleibe, möglichst billig. Könntet ihr mir den Gefallen tun?“ Fragte Bartok. „Sicher doch!“ entgegnete ihm Malaos begeistert „Fühlt euch in meinem Gasthaus wie bei euch in den Bergen im Osten.“. „Von diesem Ort will ich nichts mehr wissen!“, beschwerte sich Bartok verärgert. „Verzeiht, es stand mir nicht zu.“. „Schon gut vergessen wir das, Ihr konntet es nicht wissen.“. Bartok beruhigte sich rasch wieder. Malaos bot Bartok zur Versöhnung ein kühles Bier an, welches er mit Freuden annahm. Nachdem sie gemütlich ein Bier zusammen tranken, ging Bartok in sein Zimmer und schlief rasch ein.

Am nächsten Morgen ging Bartok hinunter an die Bar. Er bekam ein Frühstück, welches aus dem frischen Brot vom Bäcker bestand und frisch gebackenen Eiern vom Bauern. Natürlich gab es ein großes Glas frische Kuhmilch dazu. Doch das gemütliche Frühstück wurde sehr ungemütlich als die Wachen des Königs reinkamen. „Malaos!! Wo ist das Geld? Du bist seit 3 Wochen überfällig!“. „Bitte habt Verständnis. Ich habe kaum noch etwas. Seit ihr die Steuern eintreibt lebe ich nur noch von Tag zu Tag. Ich kann nicht mehr zahlen. Bitte! Habt Nachsicht.“ Malaos fiel auf die Knie und bettelte um Gnade. „Zu spät Malaos! Jetzt wirst du büßen! “. Die Wache packte den Wirt am Kragen und schleppt ihn in Richtung Tür. „Halt!“, schrie Bartok. „Und wer bist du?“, fragte die Wache. „Das geht dich nichts an!“, antwortete Bartok. Er holte sein Schwert raus und hielt es der Wache unter die Nase. „Lass ihn sofort los!“, drohte er der Wache an. „Du weißt wohl nicht was du hier anrichtest?“, fragte die Wache.

Bartok griff an, doch die Wachen waren in der Überzahl. Sie packten ihn, fesselten ihn und nahmen ihn mit. Malaos vergaßen sie während des Kampfes und er kam nochmal davon. Bartok hingegen wurde dem König vorgeworfen. Der König war natürlich nicht begeistert und schickte ihn ohne Umwege in die Zelle. Dort soll ihm für 3 Tage Wasser und Nahrung verwehrt werden. Sollte sich Bartok bis dahin nicht für seine Frechheit entschuldigen, wird er öffentlich hingerichtet, um dem Volke ein Beispiel zu zeigen was passiert, wenn man sich dem König widersetzt. Doch das Gespräch, welches zwischen Bartok und dem König geführt wurde, wurde belauscht. Eine junge Frau, mit langem goldblondem Haar, einem langen blauen Kleid und ein paar kleinen Sommersprossen im Gesicht war fasziniert von dem Zwerg. Ihr Name war Solana und sie war im Königlichem Beraterstand als König Remlodin noch an der Macht war, und die nur noch im Schloss lebte, da Remlodin ihr für immer einen Platz im Schloss zugesichert hat. Dagegen war Remodius machtlos.

Fortsetzung folgt...

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