Einen Minecraftserver geplant aufbauen

Einen Minecraftserver geplant aufbauen

Es gibt viele Minecraftserver da draussen und um in der imensen Menge eine reelle Chance zu haben eine vernünftige Playerbase aufzubauen sollte man sich genau überlegen was man machen möchte und wie man dieses Ziel errreicht. Immerhin sind mit einem Server (für den Großteil der Zielgruppe) große Kosten verbunden und diese sind fortlaufend.

Disclaimer: Hier geht es nicht um Server den man aufesetzt um mit ein paar Freunden zusammen zu spielen, es geht um Serverstrukturen, Bannsysteme und Spielmodi die darauf ausgelegt sind, einen stetigen Spielerzuwachs zu haben. Ausgenommen sind auch Server, die von Ownern mit einem genügenden Geldressourcen bezahlt werden. Denn normalerweise gründen sich Server im low budget Bereich und Entwickeln sich erst danach. Ich spreche aus Spielerfahrung die bis in die Beta 1.8 zurrückreicht.

Die Idee konkretisieren

Zunächst sollte man seine Idee, die man sich in seinem Kopf zurechtgelegt hat, klar definieren und in zB. einem Konzeptplan festhalten um sie auch mit späteren Servergründern zu teilen und darüber zu sprechen. Denn einen Server verwaltet man nicht alleine und jeder sollte ähnlich gut über die Vision bescheid wissen.
In dieser Phase überlegt man was der Spieler sieht und machen kann. Von nun an können Builder und Coder mit dem Wissen an die Arbeit gehen, dass ihr Werk im Endeffekt auch genutzt werden kann. Eventuelle Bewerber können auch von Anfang an produktiv mitarbeiten.

Serverstruktur planen

Jeder Monat an dem man am Server arbeiten kann, ohne dass es einen Server zu bezahlen gilt, sind gute Monate. Denn dieses Geld kann man zb als Schüler meist an anderer Stelle auch gut gebrauchen.
Es geht darum, die einzelnden Gameserver und deren Verbindungen für den Spieler und auf dem Root zu planen und möglicherweise schon zu programmieren.
Hier sollte allerdigs auch bedacht werden, dass Plugins zwecks Versionswechsel manchmal erneuert werden müssen. Deswegen sollten Amateurprogrammierer den Fall bedenken, dass sie sich bis zum nächsten Update skilltechnisch weiterentwickelt haben und somit effizienter coden können. Auch könnte man seinen Code nichtmehr verstehen, weswegen eine gute Auskommentierung zu empfehlen ist.

Bannsystem & Regeln ausformulieren

Niemand mag Rager, Hacker oder Buguser. Sie verderben anderen das Spiel und können je nach Spielmodus dazu führen, dass ehrliche Spieler den Server verlassen. Gerade am Anfang sollte man alles daran setzen um dies zu verhindern. Sobald der Server online geht sollte neben einem guten Anticheatplugin und aktiven Teammitgliedern auch eine Möglichkeit geschaffen werden, den Moderatoren eine Liste zu geben, welches Vergehen welche Strafe nach sich zieht. Ungleiche Bestrafungen bei unterschiedlichen Teammitgliedern könnte dazu führen, dass seichte Bestrafer ausgenutzt werden.

Eine Website & Socialmedia einrichten

Nun ist man kurz davor seinen Server online stellen zu können. Möglicherweise braucht man aber neben Spielern / Spieltestern auch noch Builder und Programmierer. Wenn man sich schon durch seinen gesamten Freundeskreis gefragt hat ist es zu empfehlen, Socialmedia und eine eigene (gut eingerichtete!) Website zu benutzen. Dort kommt man noch vergleichbar schnell an Teammitglieder heran ohne sie bei anderen Servern abzuwerben oder andere unsportliche Methoden zu nutzen.

Finanzierung

Am liebsten würde man diesen Punkt überspringen aber Server kosten nunmal Geld und dieses sollte zum größten Teil von anderen Geldbeuteln gezahlt werden. Es heißt also Anreize zu schaffen, ohne die EULA zu verletzen. Wie genau das aussieht bleibt jedem selbst überlassen.

Den Server online stellen

Hoster mit guten Angeboten und Leistung heraussuchen, Namensfindung, Domain kaufen, evtl einen TS aufsetzen und die Werbetrommel rühren. All dies sollte spätestens nun geschehen. Denn auch der beste Server muss offline gehen, wenn keiner spielt und die Kosten trägt.

Fazit

Wie man sieht gehört bei einem bedachtem Aufbau eines Servers deutlich mehr dazu als man sich zu Beginn gedacht hat. Auch ich wurde immer wieder mit neuen Ideen und zu bedenkenden Aspekten überrascht. Ich wollte meine Erfahrungen mit euch teilen, damit ihr nicht so lange braucht wie wir, denn wir sind durch Versions- und Teamwechsel immernoch im Aufbau. Und auch wenn nichts daraus werden sollte, muss man sich klar machen, dass es den Spaß und die Erfahrung wert war.

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